Kawasaki Modelljahr 2027: Die deutschen Preise für Z1100, Versys 1100 und Ninja 1100SX
Kawasaki hat die deutschen Preise für das Modelljahr 2027 vervollständigt: Z1100 ab 11.995 €, Versys 1100 S ab 15.445 €, Ninja 1100SX ab 15.045 €. Die komplette Liste – und warum der kursierende Z1100-Preis von 16.990 € falsch war.
Marcus Hofer
Gründer & Motorrad-Experte
Kawasaki hat die deutschen Preise für das Modelljahr 2027 vervollständigt. Die Z1100 startet bei 11.995 € ab Werk (12.470 € inklusive Überführung), die Versys 1100 S bei 15.445 € und die Ninja 1100SX bei 15.045 €. Damit haben elf der zwölf Baureihen des Jahrgangs einen offiziellen deutschen Preis – nur die Versys 650 fehlt weiterhin. Erhöht hat Kawasaki dabei nicht: Wo ein direkter Vorjahresvergleich möglich ist, bleiben die Preise auf dem Niveau des Modelljahrs 2026. (Stand: 27. August 2026)
Was kostet welche Kawasaki im Modelljahr 2027?
Die folgende Übersicht listet alle deutschen Preise, die Kawasaki auf den eigenen Modellseiten ausweist. Der erste Wert ist der Preis ab Werk, der zweite enthält die Überführung.
| Modell | ab Werk | inkl. Überführung |
|---|---|---|
| Z500 SE | 6.445 € | 6.845 € |
| Ninja 500 SE | 7.095 € | 7.495 € |
| Vulcan S | 8.445 € | 8.870 € |
| Ninja ZX-4RR | 9.695 € | 10.170 € |
| Z1100 | 11.995 € | 12.470 € |
| Ninja ZX-6R | 12.695 € | 13.170 € |
| Z1100 SE | 13.795 € | 14.270 € |
| Ninja 1100SX | 15.045 € | 15.520 € |
| Versys 1100 S | 15.445 € | 15.920 € |
| Ninja 1100SX SE | 16.795 € | 17.270 € |
| Versys 1100 SE | 17.545 € | 18.020 € |
| Versys 650 | noch offen | noch offen |
Z1100 und Z1100 SE
Das große Naked Bike ist der eigentliche Nachrichtenwert dieser Preisliste, weil für die Basisversion besonders lange kein Wert vorlag. Der 1.099-cm³-Vierzylinder leistet unverändert 136 PS. Die SE-Version unterscheidet sich durch Brembo-M4.32-Bremssättel, Stahlflex-Bremsleitungen und ein Öhlins-S46-Federbein – für einen Aufpreis von 1.800 €.
Wer die Z1100 gegen die kleinere Schwester abwägt: Die Z900 liegt mit ihrem 948-cm³-Vierzylinder und 124 PS deutlich darunter, sowohl beim Preis als auch beim Hubraum.
Versys 1100 S und Versys 1100 SE
Die große Reise-Baureihe geht mit 1.099 cm³ und 135 PS ins neue Modelljahr, technisch unverändert. Der Unterschied zwischen S und SE liegt ausschließlich im Fahrwerk: Die SE bekommt das semiaktive KECS mit Showa-Skyhook-Technik, elektronische Federvorspannung und zusätzliche Fahrmodi. Das kostet 2.100 € Aufpreis.
Ab Werk lassen sich beide Varianten als Edition mit den Paketen Tourer oder Grand Tourer konfigurieren. Verfügbar sind sie laut Kawasaki ab Oktober 2026.
Ninja 1100SX und Ninja 1100SX SE
Der Sporttourer bleibt beim 1.099-cm³-Reihenvierzylinder mit 136 PS bei 9.000/min und rund 113 Nm. Serienmäßig sind bidirektionaler Quickshifter, IMU-gestützte Kurvenassistenz, dreistufige Traktionskontrolle sowie zwei Leistungs- und vier Fahrmodi.
Die SE legt Brembo-M4.32-Sättel samt Brembo-Hauptbremszylinder und Stahlflex-Leitungen, ein Öhlins-S46-Federbein und serienmäßige Heizgriffe drauf. Aufpreis: 1.750 €. Über den Handel sind zusätzlich die Editionen Tourer, Performance und Performance Tourer erhältlich. Auch hier: Verfügbarkeit ab Oktober 2026.
Warum stehen bei jedem Modell zwei Preise?
Kawasaki weist konsequent zwei Werte aus – den Preis ab Werk und den Preis inklusive Überführung. Das ist ehrlicher als die branchenübliche Praxis, nur den nackten Listenpreis zu nennen, macht Vergleiche aber fehleranfällig.
Wichtig dabei: Die Überführungspauschale ist nicht bei allen Modellen gleich.
- 400 € bei Z500 SE und Ninja 500 SE
- 425 € bei der Vulcan S
- 475 € bei allen übrigen Modellen
Wer also einen Kawasaki-Preis mit dem Angebot einer anderen Marke vergleicht, sollte zuerst klären, welcher der beiden Werte gemeint ist. Der Unterschied entscheidet nicht über den Kauf, verschiebt einen Vergleich aber schnell um einen dreistelligen Betrag.
Stimmt der kursierende Z1100-Preis von 16.990 €?
Nein. Dieser Wert tauchte über Wochen in Suchergebnissen auf und stammt aus einem einzelnen Händlerangebot für ein konkret ausgestattetes Fahrzeug – nicht aus Kawasakis Preisliste. Der offizielle Einstieg liegt mit 11.995 € ab Werk rund 5.000 € darunter.
Das ist ein gutes Beispiel für eine typische Falle beim Neupreis-Recherchieren: Einzelne Händlerinserate ranken bei Suchmaschinen oft besser als die Herstellerseite, führen aber regelmäßig aufgerüstete Fahrzeuge, Sondermodelle oder Editionen. Für eine belastbare Preisauskunft gilt immer die Angabe des Herstellers.
Sind die Preise gegenüber dem Modelljahr 2026 gestiegen?
Nein – jedenfalls dort, wo ein direkter Vergleich möglich ist. Die Ninja ZX-6R steht mit 12.695 € ab Werk auf demselben Niveau wie im Vorjahr. Das ist konsistent damit, dass Kawasaki bei fast allen Baureihen des Jahrgangs 2027 technisch nichts geändert hat: Neu sind im Wesentlichen Farben, bei der Z1100 SE einzelne Fahrwerks- und Bremskomponenten.
Für Käufer heißt das: Wer auf das Modelljahr 2027 wartet, wartet auf neue Farbvarianten und einen frischen Auslieferungstermin – nicht auf mehr Leistung oder neue Technik. Testberichte und Erfahrungswerte zum Modelljahr 2026 bleiben vollständig gültig. Die Details zu den einzelnen Baureihen haben wir bereits in unseren Beiträgen zu Versys 650, Vulcan S, Z1100 und Z500 sowie zu Ninja ZX-6R, ZX-4RR und Ninja 500 SE aufgeschlüsselt.
Was fehlt noch?
Ein Modell steht weiterhin ohne Preis da: die Versys 650. Auf ihrer Modellseite findet sich nach wie vor nur der Hinweis, dass Preis und Verfügbarkeit folgen. Bekannt ist bislang die Ausstattung – neu ist ein 4,3-Zoll-TFT-Display mit Smartphone-Anbindung, die A2-Version mit 35 kW bleibt im Programm, Verfügbarkeit ab Oktober 2026.
Damit ist die Versys 650 das letzte offene Stück einer ansonsten vollständigen Preisliste. Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald Kawasaki nachzieht.
Gibt es daneben Aktionen?
Ja. Parallel zum neuen Modelljahr laufen die Top Deals 2026 auf junge Gebrauchte und ehemalige Vorführmodelle – darunter Ninja 7 Hybrid, Vulcan S, Ninja 1100SX SE, Versys 1100 SE, Z650 S und KLE500. Interessant ist dabei weniger der Nachlass als die Zusage von vier Jahren Kawasaki-Garantie ab Erstzulassung, die auch für diese Gebrauchten gilt.
Ein festes Enddatum nennt Kawasaki nicht; die Aktion läuft, solange der Vorrat reicht, und das konkrete Angebot unterscheidet sich je Vertragspartner. Wer ohnehin zwischen Neufahrzeug und junger Gebrauchter schwankt, sollte beides gegenrechnen – gerade bei den technisch unveränderten Modellen ist der Abstand zwischen Vorjahresware und Modelljahr 2027 rein preislich.
Nebenbei: Bei Meguro S1 und W230 ändert sich für 2027 nur die Farbauswahl, beide gibt es künftig ausschließlich in Ebony. Technisch bleibt alles beim 233-cm³-Einzylinder mit 18 PS – ein weiteres Argument dafür, bei diesen Modellen ruhig zur günstigeren Vorjahresware zu greifen.
Häufige Fragen zu den Kawasaki-Preisen 2027
Was kostet die Kawasaki Z1100 im Modelljahr 2027? Die Basisversion steht bei 11.995 € ab Werk beziehungsweise 12.470 € inklusive Überführung. Die Z1100 SE kostet 13.795 € ab Werk und 14.270 € mit Überführung. Beide Werte stehen seit Ende August 2026 offiziell auf den deutschen Kawasaki-Modellseiten.
Stimmt es, dass die Z1100 rund 17.000 € kostet? Nein. Der zeitweise kursierende Wert von 16.990 € war ein einzelnes Händlerangebot für ein konkret ausgestattetes Fahrzeug, kein Listenpreis. Der offizielle Einstieg liegt mit 11.995 € ab Werk rund 5.000 € darunter.
Warum stehen bei jedem Modell zwei Preise? Kawasaki nennt den Preis ab Werk und zusätzlich den Preis inklusive Überführung. Die Überführungspauschale beträgt je nach Modell 400 €, 425 € oder 475 €. Für den Vergleich mit anderen Marken ist immer wichtig, welcher der beiden Werte gemeint ist – sonst vergleicht man zwei verschiedene Dinge.
Sind die Preise gegenüber dem Modelljahr 2026 gestiegen? Bei den Modellen, für die ein direkter Vorjahresvergleich möglich ist, hat Kawasaki nicht erhöht. Die Ninja ZX-6R steht mit 12.695 € ab Werk auf demselben Niveau wie im Modelljahr 2026. Da bei fast allen Modellen auch technisch nichts geändert wurde, ist das plausibel.
Welches Modell hat noch keinen deutschen Preis? Die Versys 650 ist das einzige Modell des Jahrgangs 2027, für das Kawasaki in Deutschland noch keinen Preis nennt. Auf ihrer Modellseite steht weiterhin nur der Hinweis, dass Preis und Verfügbarkeit folgen.
Wann kommen die neuen Modelle zu den Händlern? Für Versys 1100 S/SE und Ninja 1100SX/SE nennt Kawasaki Oktober 2026 als Verfügbarkeitstermin. Für die übrigen Baureihen des Jahrgangs waren zuvor September und Oktober 2026 angekündigt worden.
Was unterscheidet die SE-Versionen von den Basismodellen? Bei der Versys 1100 liegt der Unterschied ausschließlich im Fahrwerk: Die SE bekommt das semiaktive KECS-System mit Showa-Skyhook-Technik und elektronische Federvorspannung. Bei der Ninja 1100SX SE sind es Brembo-M4.32-Bremssättel, Stahlflex-Leitungen, ein Öhlins-S46-Federbein und serienmäßige Heizgriffe. Die Motoren sind jeweils identisch.
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